Adásztevel liegt im Komitat Veszprém, auf dem Fuss des südlichen Ausläufer des Bakony Gebirges, 6 Km entfernt von Pápa. In unserem Dorf lebt 860 Einwohner.

Die Geschichte der Gemeinde

Tewel ist ein uralter Personenname, vor 950 wurde ein Fürst aus dem Arpadenhaus so genannt. Aus dem Zeveig stammt also unser erster König: Stephan, der Erste. Der vordere Teil dieses namens ist "Adász", das war ein Spitzname für Wildjäger, aber es ist nicht mehr schlecht gemeint. Bis zum Verschwinden der alten Adeltraditionen wohnten hier in dem Dorf nur solche Leute, die aus einer Adelsippe stammten. Also darum wurde Adásztevel als "Adelige" gennant. Es war der Hauptunterschied im 18 Jh. Von dem deutschsprachigen Grosstewel, von dem Nachbarndorf.

Schon früh im Mittelalter hatte das Dorf in zwei Hauptteile geteilt: Adelige und Leibeigenen. Das Dorf hatte den adeligen Teil "Adász" oder "Kleintevel" geheissen, und den Armviertelteil, wo die Leibeigenen wohnten, hiess Grosstewel. Adáztevel wurde nach schriftlichen Dokumenten erst in 1378 als Dorf erwähnt. In 1594 haben die Türken züge das Ganze Dorf fast ernichtet. In 1647 haben die sich "Feldwachter" genannten Räuberbanden die Gemeinde wieder zerstört. In 1720 war der grösste Teil des Dorfes sehr beweglich. In dem 18. Jh. haben die Leibeigenen in ihren eigenen Fronhöfen gelebt, aber haben viele Familien ein – oder ausgesiedelt. Sie lebten neben den adeligen Höfen ihrer Fronherren. Natürlich waren manchmal Heirate zwischen den zwei Schichten, Bauernsöhne haben adelige Mädchen geheiratet.

Hier hat Schutz die Reformierte Schule / das alte Reformiert Kollegium) zwischen den vier Wanden der reformierten Grundschule in den Jahren der Verbannung in den Zeiten der Religionsstreiten.

In 1828 gibt’ s mehrere Leibeigenen als Adelige. Die Leute lebten aus Landwirtschaft, ihre landwirtschaftliche Produkte verkauften auf dem Markt in Pápa. Nach den Dokumenten war in dieser Zeit nur ein Besitzer mehr als hundert Joch Grundstück. Vor dem Zweiten Weltkrieg haben die Bewohner ausschliesslich aus der Landwirtschaft gelebt. Die Zahl der Dorfarmen ist inzwischen in die Hälfte gesunken, die Besitzlosen wurden immer weniger Zwischen 1910 und 1941.

Die Bevölkerung ist grösstenteils ungarisch, mit wenigen deutschsprachigen Bürgern. In 1698 wurde hier die Reformierte Kirche erwähnt, mit einem Pfarrer und einem Lehrer. Die Katholiken gehören zu der Ugoder Parochie. In den 1950 er Jahren entwickelte es sich im Dorfe. In 1956 wurde ein Kulturhaus und später eine neue Schule und Post gebaut, renoviert.

In der Gemeinde haben sich die Bewohner auch mit dem Hausgewerbe beschäftigt. Hier wurden Körbe und Matten geflochten.

Der neue Kindergarten ist in 1985 beendet. In 1994 wurde zur Grundschule ein neuer Teil mit einer schönen Sporthalle ausgerüstet.

Ein berühmter Dichter stammt aus dem Dorf: János Dorosmai, der sehr schöne ungarische Volksmärchen geschrieben hat. Er war in seinen Sudentenjahren in Siebenbürgen studiert, später kam er nach Ödenburg und dort zum Bahnbeamten ernannt. Er hat Gedichtbänder, Aphorismensammlungen geschrieben und er hat eine Märchensammlung ausgegeben. Es erschien mit den Schlusswörtern des berühmten Märchenerzählers Marcell Benedek: "Wen es nichts angeht, soll sich darum nicht kümmern".

In der Gemeinde wurde Dezső Sulyok (1897-1965) geboren, der Abgeordnete der Landwirtshaftliche Partei war in 1935.

László Komár, Popsänger hat auch Adászteveler Würzeln.

Sehenswürdigkeiten des Dorfes

Auf der Siedlung sind drei Baudenkmäler, die in Schutz genommen wurden: Die Reformierte Kirche, ein Wohnhaus in der Strasse Árpád, ein anderes Gebäude in der Strasse Rákóczi.

Daueben sind sehr viele Erbschaften für uns gelassen: schöne Wohnhauste, Graben, Denkmaler aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, ein Glockenstuhl, ein römisch-katholisches Betenhaus, die für den Turismus sehr wichtig sein können.

Nach den archeologischen Ausgrabungen war das Dorf im Mittelalter ungefahr auf seinen heutigen Platz, aber neben der Gemeinde befand sich auch ein in 1420 erwahntes altes Gehöfte im Südosten namens Iváncháza. Am Sávolyi Weg ist eine alte Sandmine, darin waren Fünde aus den Arpadenzeiten. Am Pogányülési Weg sind die Ruinen von einer römischen Siedlung hervorgekommen. Am Léhért Weg wurden die Spuren eines in 1370 erwahnten Dörfchen namens Léhért gefünden.